ILMTAL Streuobst

Satzungdes ILMTAL Streuobst e.V.(Fassung vom 25.06.2020)

PRÄAMBEL

Streuobstwiesen gehören heute zu den am stÀrksten gefÀhrdeten Biotopen inMitteleuropa.

Streuobstlandschaften sind ein ganz besonderer Kulturschatz, der ausjahrhundertelanger wirtschaftlicher TÀtigkeit der Bevölkerung entstand und mit tiefverwurzelten Traditionen verbunden ist.

Mit einer BiodiversitĂ€t von ĂŒber 5.000 Tier- und Pflanzenarten und deutschlandweitĂŒber 3.000 Obstsorten sind sie eine bedeutende Genreserve und leisten einenunschĂ€tzbaren Wert fĂŒr die Erhaltung der Artenvielfalt.

Eine besondere Bedeutung haben Streuobstwiesen durch die Vernetzung zwischenWald- und Feldbiotopen.Unsere Streuobstwiesen liegen teilweise im FFH – Vogelschutzgebiet und sind wichtigerLebensraum u.a. fĂŒr den Rotmilan, HöhlenbrĂŒter, FledermĂ€use und viele Kleinvögel.

SieprÀgen das Landschaftsbild unserer Heimat und erhöhen die AttraktivitÀt unserer Dörfer. Der Obstbau mit Streuobst hat in unserer Region eine jahrhundertelangeTradition. Die noch vorhandenen BestÀnde sind jedoch bereits extrem gefÀhrdet.Der Verein stellt sich der Aufgabe, diese wertvolle Kulturlandschaft durch Pflege undNutzung langfristig zu sichern, historisch gewachsene Landschaftsbilder unserer Heimatzu erhalten und zu entwickeln, sowie den Menschen wieder den Wert von regionalangebauten Nahrungsmitteln und Verarbeitungsmethoden zu vermitteln.


§ 1 NAME UND SITZ DES VEREINS; GESCHÄFTSJAHR, GRUNDLAGEN DERVEREINSTÄTIGKEIT

(1) Der Verein fĂŒhrt den Namen"ILMTAL Streuobst ".

(2) Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden und fĂŒhrt danach den Zusatz „e.V.".

(3) Der Verein hat seinen Sitz in Ilmtal-Weinstraße, Ortsteil Kromsdorf.Das GeschĂ€ftsjahrist das Kalenderjahr.

(4) Der Verein ist den Prinzipien der Demokratie und der Nachhaltigkeit verpflichtet.

(5) Der Verein wirkt parteipolitisch und konfessionell unabhÀngig. Grundlage derVereinsarbeit ist das Bekenntnis des Vereins zur freiheitlichen demokratischenGrundordnung auf der Grundlage des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.

(6) MĂ€nner und Frauen werden von dieser Satzung gleichermaßen angesprochen undunterliegen ihr mit Rechten und Pflichten. Aus GrĂŒnden der vereinfachten Lesbarkeitdes Satzungstextes wird in dieser Satzung durchgĂ€ngig die maskuline Form verwendet


§ 2 ZWECK DES VEREINS

(1) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnĂŒtzige Zwecke im Sinnedes Abschnitts „SteuerbegĂŒnstigte Zwecke“ der Abgabenordnung in der jeweilsgĂŒltigen Fassung durch die Förderung:

a. des Naturschutzes und der Landschaftspflege im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes und der Naturschutzgesetze des Landes ThĂŒringenb

b. der Erziehung und Volksbildung

(2) Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch:

  • AktivitĂ€ten und Maßnahmen zur Erhaltung regional vorhandener und zur Anlage von neuen StreuobstbestĂ€nden im Sinne des Naturschutzes, des Klimaschutzes und der Landschaftspflege
  • die dauerhafte Sicherung von landwirtschaftlicher NutzflĂ€che fĂŒr den Naturschutz
  • die nachhaltige ökologische Bewirtschaftung, Pflege und Nutzung der ĂŒberlassenenoder gepachteten FlĂ€chen
  • Erhaltung alter Obstsorten, im Sinne des ArtenschutzesOrganisation, DurchfĂŒhrung oder UnterstĂŒtzung von Bildungsprojekten

(3) Der Verein ist selbstlos tĂ€tig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Die Mittel des Vereins dĂŒrfen nur fĂŒr die satzungsgemĂ€ĂŸen Zweckeverwendet werden.

(4) Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitgliederauch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Persondurch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durchunverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig hohe VergĂŒtungen begĂŒnstigt werden.

(5) Vereins- und OrganĂ€mter werden grundsĂ€tzlich ehrenamtlich ausgeĂŒbt.

(6) WĂ€hlbar in ein Amt des Vereins sind nur Personen, die sich zu den GrundsĂ€tzendieser Satzung bekennen, fĂŒr diese innerhalb und außerhalb des Vereins eintretenund sie durchsetzen.

(7) Mitglieder der Organe des Vereins sowie Mitglieder, die mit Aufgaben zur Förderungdes Vereins beauftragt wurden, haben Anspruch auf Ersatz der ihnen in diesemZusammenhang entstandenen Aufwendungen im Rahmen der vorliegendenBeschlĂŒsse der Gremien, der steuerlich zulĂ€ssigen Grenzen und der finanziellenLeistungsfĂ€higkeit des Vereins. Dazu sind zeitnah - spĂ€testens zum Ende des GeschĂ€ftsjahres entsprechende prĂŒffĂ€hige Belege beim Vorstand einzureichen. Die Entscheidung darĂŒber trifft der Gesamtvorstand.


§ 3 ERWERB DER MITGLIEDSCHAFT

(1) Der Verein hat aktive Mitglieder und Fördermitglieder.

(2) Die Aufnahme in den Verein ist schriftlich zu beantragen. Der Vorstand entscheidet ĂŒber den Aufnahmeantrag nach freiem Ermessen. Eine Ablehnung des Antrags musser gegenĂŒber dem Antragsteller nicht begrĂŒnden. Ein Aufnahmeanspruch in denVerein besteht nicht.

(3) Die Mitgliedschaft beginnt rĂŒckwirkend zum Beginn des jeweiligen GeschĂ€ftsjahres.

(4)Bei MinderjĂ€hrigen ist der Aufnahmeantrag durch die gesetzlichen Vertreter zustellen. Diese haften gemeinsam mit dem minderjĂ€hrigen Mitglied als Gesamtschuldner fĂŒr die Entrichtung des Mitgliedsbeitrages.

(5)Auf Vorschlag des Gesamtvorstands kann die Mitgliederversammlung Mitglieder odersonstige Personen, die sich um den Verein besonders verdient gemacht haben, zu Ehrenmitgliedern auf Lebenszeit ernennen.


§ 4 AKTIVE MITGLIEDER UND FÖRDERMITGLIEDER

(1) Mitglieder können alle natĂŒrlichen oder juristischen Personen sein, die sich zur Satzung des Vereins bekennen.

(2) Aktive Mitglieder sind Mitglieder, die sich aktiv in den Verein einbringen und engagieren wollen. Dies kann durch Übernahme von VereinsĂ€mtern, Mitarbeit in Arbeitsgruppen, Teilnahme an ArbeitseinsĂ€tzen oder die Übernahme sonstigerAufgaben sein.

(3) Fördermitglieder unterstĂŒtzen die Arbeit des Vereins durch finanzielle Zuwendungenoder auf andere Weise (z.B. Sachspenden, Überlassung von Arbeitsmitteln oder GrundstĂŒcken).


§ 5 RECHTE UND PFLICHTEN DER MITGLIEDER

(1) Jedes Mitglied hat das Recht, die Einrichtungen des Vereins zu nutzen und angemeinsamen Aktionen und Veranstaltungen teilzunehmen, sowie das Recht auf AuskĂŒnfte und Informationen durch die Organe des Vereins.

(2) Alle Mitglieder sind berechtigt, an der Mitgliederversammlung teilzunehmen.

(3) Aktive Mitglieder sind stimmberechtigt in der Mitgliederversammlung bei Abstimmungen und Wahlen. Stimmberechtigt sind aktive Mitglieder ab demvollendeten 18. Lebensjahr.

(4) Fördermitglieder sind nicht stimmberechtigt. Sie haben aber das Recht, an der Mitgliederversammlung mit beratender Stimme teilzunehmen. Sonstige Mitgliedsrechte entstehen durch die Fördermitgliedschaft nicht.

(5) Jedes Mitglied hat die Pflicht, regelmĂ€ĂŸig und pĂŒnktlich seine MitgliedsbeitrĂ€ge zuleisten.

(6) Jedes Mitglied hat durch aktives Mitwirken (aktive Mitglieder) oder sonstige UnterstĂŒtzung (Fördermitglieder) den Verein in seinen Zielen und Aufgabenbestmöglich zu unterstĂŒtzen.

(7) FĂŒr alle Mitglieder sind die BeschlĂŒsse der Vereinsorgane verbindlich.

(8) Alle Mitglieder haben eine Treuepflicht gegenĂŒber dem Verein und Verschwiegenheit ĂŒber Vereinsbelange zu bewahren.


§ 6 MITGLIEDSBEITRÄGE

(1) Zur Deckung der fĂŒr den Vereinszweck erforderlichen Ausgaben erhebt der VereinMitgliedsbeitrĂ€ge.

(2) Die Höhe der MitgliedsbeitrĂ€ge wird von der Mitgliederversammlung durch Beschlussfestgelegt. Dies betrifft auch spĂ€tere Änderungen.

(3) Jedes Mitglied hat den im Voraus fĂ€llig werdenden Mitgliedsbeitrag zu entrichten. Die Zahlungspflicht beginnt im Jahr des Beitritts rĂŒckwirkend zum 01.01. des Jahres.Die jĂ€hrlichen BeitrĂ€ge sind zum 31.03. des Jahres fĂ€llig.

(4) Das Mitglied verpflichtet sich fĂŒr die Dauer seiner Mitgliedschaft am SEPA-Lastschriftverfahren teilzunehmen, was in der EintrittserklĂ€rung rechtsverbindlich zuerklĂ€ren ist. Laufende Änderungen der Bankverbindung sind dem Verein mitzuteilen.

(5) Ehrenmitglieder sind von den MitgliedsbeitrÀgen befreit.


§ 7 BEENDIGUNG DER MITGLIEDSCHAFT

(1) Die Mitgliedschaft im Verein endet durch Tod (bei juristischen Personen mit deren Erlöschen), Austritt oder Ausschluss.

(2) Der Austritt aktiver Mitglieder ist schriftlich mit einer Frist von drei Monaten zum Ende des GeschĂ€ftsjahres gegenĂŒber dem Vorstand zu erklĂ€ren.

(3) Fördermitglieder können jederzeit, ohne Einhaltung einer Frist und durch formloseschriftliche ErklĂ€rung gegenĂŒber dem Vorstand aus dem Verein austreten. Die Mitgliedschaft fĂŒr Fördermitglieder endet automatisch zum Ende des Jahres, in demdas Fördermitglied bereits zwei aufeinanderfolgende Jahre keinen Beitrag oder sonstige Zuwendungen an den Verein geleistet hat.(4)Mitglieder können durch Beschluss der Mitgliederversammlung aus dem Vereinausgeschlossen werden, wenn sie schuldhaft das Ansehen oder die Interessen des Vereins in schwerwiegender Weise schĂ€digen. DarĂŒber hinaus können aktive Mitglieder ausgeschlossen werden, wenn sie mehr als vier Monate mit der Zahlung der MitgliedsbeitrĂ€ge im RĂŒckstand sind und trotz schriftlicher Mahnung unter Androhung des Ausschlusses die RĂŒckstĂ€nde nicht eingezahlt haben. Jedem Mitglied ist Gelegenheit zu geben, in der Mitgliederversammlung zu den GrĂŒnden des Ausschlusses Stellung zu nehmen. Diese sind ihm mindestens zwei Wochen vorher mitzuteilen.


§ 8 ORGANE DES VEREINS

(1) Organe des Vereins sind der Gesamtvorstand und die Mitgliederversammlung.

(2) Die Mitgliederversammlung kann weitere Organe beschließen.


§ 9 DIE MITGLIEDERVERSAMMLUNG

(1) Die Mitgliederversammlungsetzt sich aus allen Vereinsmitgliedern zusammen und ist oberstes Organ des Vereins und zustĂ€ndig fĂŒr alle Aufgaben, die nicht dem Gesamtvorstand obliegen - das sind insbesondere:

  • Wahl und Abberufung der (Gesamt)- Vorstandsmitglieder und ggf. weiterer Organe
  • Entgegennahme und Beratung ĂŒber den Jahresbericht des Gesamtvorstandes
  • Entlastung des Gesamtvorstandes

(2) Die Mitgliederversammlung fasst weiterhin BeschlĂŒsse ĂŒber:

  • SatzungsĂ€nderungen
  • Festsetzung und Änderung der MitgliedsbeitrĂ€ge und Umlagen
  • die Ernennung von Ehrenmitgliedern
  • Ausschluss von Mitgliedern
  • Entscheidungen zu Investitionen, soweit sie die Befugnisse des GesamtvorstandesĂŒberschreiten (gemĂ€ĂŸ § 10 dieser Satzung)
  • VergĂŒtung des Gesamtvorstandes
  • Auflösung des Vereins

(3) Die Mitgliederversammlung wird durch den Vorsitzenden des Vorstands mindestenseinmal jĂ€hrlich einberufen. Die Einladung erfolgt schriftlich oder per E-Mail mit einer Frist von zwei Wochen und unter BeifĂŒgung der Tagesordnung sowie der Beschlussvorlagen fĂŒr die zu fassenden BeschlĂŒsse. Die Tagesordnung setzt der Gesamtvorstand fest. Die Frist beginnt mit Versendung der Einladung. Maßgebend fĂŒr die ordnungsgemĂ€ĂŸe Ladung ist die dem Gesamtvorstand letztbekannte Anschrift/letztbekannte E-Mail-Adresse des Mitgliedes. Die Mitteilung von AdressĂ€nderungen/Änderungen von E-Mail-Adressen ist eine Bringschuld des Mitglieds.

(4) Der Gesamtvorstand kann aus wichtigem Grund und nach Beschlussfassung eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Die Einberufung hat auch zuerfolgen, wenn mindestens ein Drittel der Mitglieder schriftlich unter Angabe des Zwecks und der GrĂŒnde eine außerordentliche Mitgliederversammlung beantragen.

(5) Außerhalb einer ordentlichen Mitgliederversammlung kann vom Vorstand bei besonderer Dringlichkeit einer Entscheidung ein Beschluss als E-Mail-Abstimmungmit den Mitgliedern durchgefĂŒhrt werden. Einer E-Mail-Abstimmung ist ein Beschlusstext beizulegen und eine Abstimmung mit ja, nein und Enthaltungvorzusehen. Der Vorstand versendet den Abstimmungstext mit einer Frist vonmindestens einer Woche. Eine E-Mail-Abstimmung ist gĂŒltig, wenn mindestens ein Drittel der Mitglieder an der E-Mail-Abstimmung teilgenommen haben.

(6) Die Mitgliederversammlung ist beschlussfĂ€hig, wenn mindestens ein Viertel der stimmberechtigten Mitglieder anwesend ist. Bei fehlender BeschlussfĂ€higkeit ist der Vorsitzende verpflichtet, innerhalb von vier Wochen eine zweite Mitgliederversammlung einzuberufen, diese ist ohne RĂŒcksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfĂ€hig. Hierauf ist in der Einladung hinzuweisen.

(7) Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden des Vorstands, bei dessen Verhinderung von seinem Stellvertreter, bei dessen Verhinderung von einem anderen (Gesamt-)Vorstandsmitglied geleitet. Ist kein (Gesamt-)Vorstandsmitgliedanwesend, so bestimmt die Mitgliederversammlung den Leiter. Der Versammlungsleiter ĂŒbt in der Mitgliederversammlung das Hausrecht aus. Sofernin dieser Satzung nichts anderes bestimmt ist, bestimmt der Versammlungsleiter alleine den Gang der Verhandlungen in der Mitgliederversammlung. Seine Entscheidungen sind unanfechtbar.

(8) FĂŒr die Dauer und DurchfĂŒhrung von Vorstandswahlen bzw. die Entlastung des Gesamtvorstandes wĂ€hlt die Mitgliederversammlung aus den Reihen der anwesenden Mitglieder einen Wahlleiter.

(9) Jedes aktive Mitglied hat eine Stimme, das Stimmrecht ist nicht ĂŒbertragbar.

(10) Die Mitgliederversammlung beschließt in offener Abstimmung durch Handzeichenund mit der relativen Mehrheit der Stimmen der anwesenden Mitglieder. Stimmenthaltungen und ungĂŒltige Stimmen werden nicht gezĂ€hlt. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.

(11) FĂŒr SatzungsĂ€nderungen und Ausschluss eines Mitglieds, ist eine Mehrheit von drei Vierteln, fĂŒr die Auflösung des Vereins ist eine Mehrheit von vier FĂŒnfteln der abgegebenen Stimmen erforderlich.

(12) Kann bei Wahlen kein Kandidat die Mehrheit der Stimmen der anwesenden Mitglieder auf sich vereinen, ist gewĂ€hlt, wer die relative Mehrheit der abgegebenengĂŒltigen Stimmen erhalten hat; zwischen mehreren Kandidaten ist eine StichwahldurchzufĂŒhren. Auf Antrag und nach Abstimmung durch die Mitgliederversammlung (mit relativer Mehrheit der abgegebenen Stimmen) kann eine geheime WahldurchgefĂŒhrt werden.

(13) Über den Ablauf der Mitgliederversammlung und die gefassten BeschlĂŒsse ist ein Protokoll zu fertigen, das vom ProtokollfĂŒhrer und vom Versammlungsleiter zuunterschreiben ist. Das Protokoll muss mindestens enthalten:

  • Ort und Zeit der Versammlung
  • Name des Versammlungsleiters und des ProtokollfĂŒhrers
  • Zahl der erschienenen Mitglieder
  • Feststellung der ordnungsgemĂ€ĂŸen Einberufung und der BeschlussfĂ€higkeit
  • Die TagesordnungDie gestellten AntrĂ€ge im genauen Wortlaut
  • Die Art und das Ergebnis der Abstimmung.

§ 10 VORSTAND

(1) Der Vorstand besteht aus dem Vorstand im Sinne des § 26 BGB (in der Satzung als„Vorstand“ bezeichnet und bis zu vier Beisitzern. Vorstand und Beisitzer bilden den Gesamtvorstand.

(2) Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind der Vorsitzende, sein Stellvertreter und der Schatzmeister – diese sollen auch ins Vereinsregister eingetragen werden. Sie vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich und sind jeweils alleinvertretungsberechtigt fĂŒr alle RechtsgeschĂ€fte bis zu einer Höhe von 500,00€. DarĂŒber hinaus vertreten sie den Verein jeweils zu zweit (Vier-Augen-Prinzip).

(3) Die interne Aufgabenverteilung wird vom Gesamtvorstand festgelegt. Der Gesamtvorstand kann sich eine GeschÀftsordnung geben.

(4) Der GesamtvorstandfĂŒhrt die laufenden GeschĂ€fte des Vereins nach der Vereinssatzung und erledigt alle Verwaltungsaufgaben sowie alle die Aufgaben, die nicht durch Satzung oder Gesetz einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. Er hat insbesondere folgende Aufgaben:

  • die Vorbereitung, Einberufung und Leitung der Mitgliederversammlung
  • Vorbereitung der BeschlĂŒsse der Mitgliederversammlung und Vollzug derBeschlĂŒsse der Mitgliederversammlung
  • Beschlussfassung zu allen Fragen, die nicht in den ZustĂ€ndigkeitsbereich der Mitgliederversammlung fallen
  • die Entscheidung ĂŒber die Aufnahme neuer Mitglieder
  • besondere Vertreter gemĂ€ĂŸ § 30 BGB bestellen und abberufen und deren Wirkungskreis bestimmen
  • Personal bestellen und entlassen
  • bei Bedarf: die Bildung von FachbeirĂ€ten oder AusschĂŒssen zur UnterstĂŒtzungder Vereinsleitung
  • Beauftragung von TĂ€tigkeiten fĂŒr den Verein gegen Zahlung einerangemessenen VergĂŒtung oder AufwandsentschĂ€digung - Maßgebend hierfĂŒrist die Haushaltlage des Vereins

(5) Folgende Grenzen gelten fĂŒr die Befugnisse des Vorstandes:

  • Abschluss von GrundstĂŒckskaufvertrĂ€gen
  • Abschluss von DarlehensvertrĂ€gen oberhalb 10.000,00€
  • KaufvertrĂ€ge oberhalb 10.000,00€ Kaufpreis HierfĂŒr ist ein Beschluss der Mitgliederversammlung erforderlich.

(6) Die Mitglieder des Gesamtvorstands werden von der Mitgliederversammlung aus den Reihen der Mitglieder fĂŒr die Dauer von vier Jahren einzeln gewĂ€hlt. Mit der Mitgliedschaft im Verein endet auch die Mitgliedschaft im Gesamtvorstand. Die Wiederwahl eines (Gesamt-)Vorstandsmitgliedes ist zulĂ€ssig.

(7) Die Beschlussfassung des Gesamtvorstandes erfolgt in Vorstandssitzungen, die nach Bedarf vom Vorsitzenden schriftlich bzw. per Email einberufen und geleitet werden. Einberufungsfrist von einer Woche soll eingehalten werden. Der Gesamtvorstand ist beschlussfĂ€hig, wenn mindestens die HĂ€lfte der Mitglieder anwesend ist. Bei der Beschlussfassung entscheidet die relative Mehrheit der abgegebenen gĂŒltigen Stimmen. Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt.

(8) In begrĂŒndeten EinzelfĂ€llen können außerhalb der Vorstandssitzungen BeschlĂŒsse schriftlich bzw. per E-Mail im Umlaufverfahren oder per Telefon / Videokonferenz gefasst werden. Es gelten, soweit nachfolgend nichts anderes bestimmt wird, die Bestimmungen dieser Satzung. Der Vorsitzende legt die Frist zur Zustimmung zu einer Beschlussvorlage im Einzelfall fest. Die Frist muss mindestens drei Tage ab Zugangder E-Mail-Vorlage sein. Die E-Mail-Vorlage gilt dem (Gesamt-)Vorstandsmitglied als zugegangen, wenn dem Absender der E-Mail die VersendebestĂ€tigung vorliegt. FĂŒr den Nichtzugang ist der E-Mail-EmpfĂ€nger beweispflichtig. Widerspricht ein(Gesamt)Vorstandsmitglied der Beschlussfassung ĂŒber E-Mail innerhalb der vom Vorsitzenden gesetzten Frist, muss der Vorsitzende zu einer Vorstandssitzungeinladen. Gibt ein (Gesamt)Vorstandsmitglied keine Stimme ab, so gilt dies als Zustimmung zum Umlaufverfahren und zur Beschlussvorlage.

(9) Sofern mindestens die Mehrheit der (Gesamt)Vorstandsmitglieder dies verlangt, ist eine außerordentliche Vorstandssitzung einzuberufen.

(10) Die BeschlĂŒsse des Gesamtvorstands sind zu protokollieren. Das Protokoll ist vom ProtokollfĂŒhrer sowie vom Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung von seinem Stellvertreter oder einem anderen Mitglied des Gesamtvorstands zu unterschreiben und muss mindestens die Inhalte analog § 9 Abs. 13 enthalten.

(11) Alle vereinszweckrelevanten VorgÀnge sind allen (Gesamt-)Vorstandsmitgliedern zeitnah zur Kenntnis zu geben.

(12) Jedes Gesamtvorstandsmitglied kann sein Amt ohne Angabe von GrĂŒnden mit einer Frist von vier Wochen zum Ende eines Quartals niederlegen. Es nimmt die AmtsgeschĂ€fte jedoch noch so lange wahr, bis ein Nachfolger gewĂ€hlt ist. Wenn ein Mitglied des Gesamtvorstandes vor Ablauf seiner Amtsdauer aus seinem Amtausscheidet oder dauerhaft an der AusĂŒbung gehindert wird, kann ein Nachfolger mit einfacher Stimmenmehrheit durch den Gesamtvorstand berufen werden. Die Amtszeit des neu berufenen (Gesamt-)Vorstandsmitgliedes endet zu dem Zeitpunkt, zu dem die Amtszeit des ausgeschiedenen (Gesamt-)Vorstandsmitgliedes geendethĂ€tte.

(13)Der Vorstand ist ehrenamtlich tĂ€tig. Den Mitgliedern des Vorstands kann jedoch eine VergĂŒtung auf der Basis einer AufwandsentschĂ€digung nach § 3 Nr. 26 a EStG(Ehrenamtspauschale) gezahlt werden. Über die Höhe der VergĂŒtung und den Abschluss entsprechender VertrĂ€ge entscheidet die Mitgliederversammlung.


§ 11 AUFLÖSUNG DES VEREINS

(1) Die Auflösung des Vereins kann nur in einer besonderen, zu diesem Zweck in einer Frist von einem Monat einzuberufenden Mitgliederversammlung beschlossenwerden.

(2) Im Falle der Auflösung des Vereins sind die vertretungsberechtigten Mitglieder des Vorstandes gemĂ€ĂŸ § 26 BGB gemeinsam vertretungsberechtigte Liquidatoren, falls die Mitgliederversammlung keine anderen Personen beruft.

(3) Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen ZwecksfĂ€llt das Vermögen des Vereins an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegĂŒnstigte Körperschaft, die sich der Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege verpflichtet hat. Die Entscheidung darĂŒber, an wen das Vermögen fĂ€llt, wird in der Mitgliederversammlung getroffen.

(4) Die vorstehenden Bestimmungen gelten entsprechend, wenn dem Verein die RechtsfÀhigkeit entzogen wurde.


§ 12 DATENSCHUTZERKLÄRUNG

(1) Der Verein verarbeitet zur ErfĂŒllung der in dieser Satzung definierten Aufgaben unddes Zwecks des Vereins personenbezogene Daten und Daten ĂŒber persönliche undsachbezogene VerhĂ€ltnisse seiner Mitglieder. Diese Daten werden darĂŒber hinausgespeichert, ĂŒbermittelt und verĂ€ndert.

(2) Durch ihre Mitgliedschaft und die damit verbundene Anerkennung dieser Satzungstimmen die Mitglieder der Speicherung, Bearbeitung, Verarbeitung und Übermittlung ihrer personenbezogenen Daten im Rahmen der ErfĂŒllung derAufgaben und Zwecke des Vereins zu. Eine anderweitige Datenverwendung (beispielsweise Datenverkauf) ist nicht statthaft.

(3)Jedes Mitglied hat das Recht auf Auskunft ĂŒber seine gespeicherten Daten, Berichtigung seiner gespeicherten Daten im Falle der Unrichtigkeit, Sperrung seiner Daten und Löschung seiner Daten.

(4) Durch ihre Mitgliedschaft und die damit verbundene Anerkennung dieser Satzungstimmen die Mitglieder weiter der Veröffentlichung von Bildern und Namen in Print- und Telemedien sowie elektronischen Medien zu.(5)Der Verein verpflichtet sich die Vorschriften gemĂ€ĂŸ Datenschutzgrundverordnung einzuhalten. Die genauen Regelungen kann jedes Mitglied der DatenschutzerklĂ€rungdes Vereins entnehmen. Mit der Erstellung dieser ErklĂ€rung wird der Gesamtvorstand beauftragt.


§ 13 HAFTUNGSBESCHRÄNKUNG

(1) FĂŒr SchĂ€den gleich welcher Art, die einem Mitglied bei der Benutzung von Vereinseinrichtungen, -gerĂ€tschaften oder -gegenstĂ€nden oder infolge von Handlungen oder Anordnungen der Vereinsorgane (z. B. Gesamtvorstand) oder sonstiger im Auftrag des Vereins tĂ€tiger Personen entstehen, haftet der Verein nur, wenn ein Organmitglied (z. B. Gesamtvorstandsmitglied), ein ReprĂ€sentant oder eine sonstige Person, fĂŒr die der Verein gesetzlich einzustehen hat, den SchadenvorsĂ€tzlich oder grob fahrlĂ€ssig verursacht hat.

(2) Im Falle einer SchĂ€digung gemĂ€ĂŸ Nr. 1 haftet auch die handelnde oder anderweitigverantwortliche Person dem geschĂ€digten Vereinsmitglied nur bei Vorsatz oder grober FahrlĂ€ssigkeit.

(3) SchĂ€digt ein Mitglied den Verein in AusĂŒbung eines Vereinsamts oder in AusfĂŒhrungeiner TĂ€tigkeit im Auftrag oder wohlverstandenen Interesse des Vereins, so darf der Verein SchadenersatzansprĂŒche gegen das Mitglied nur geltend machen, wenn diesem Vorsatz oder grobe FahrlĂ€ssigkeit zur Last fĂ€llt. Dies gilt auch fĂŒr den Fall, dass der Verein bei einem Mitglied Regress nimmt, weil der Verein von einem außenstehenden Dritten in Anspruch genommen worden ist.

(4) Verlangt ein außenstehender Dritter von einem Mitglied Schadensersatz, so hat das Mitglied einen Freistellungsanspruch gegen den Verein, falls es die SchĂ€digung in AusĂŒbung eines Vereinsamts oder in AusfĂŒhrung einer TĂ€tigkeit im Auftrag oder wohlverstandenen Interesse des Vereins herbeigefĂŒhrt und hierbei weder vorsĂ€tzlich noch grob fahrlĂ€ssig gehandelt hat.

(5) Die Haftung fĂŒr leichte FahrlĂ€ssigkeit wird ausgeschlossen.


§ 14 NICHTIGKEIT UND ANFECHTUNG VON VEREINSBESCHLÜSSEN

(1) Klagen auf Feststellung der Nichtigkeit oder auf Anfechtung von BeschlĂŒssen des Vereins und seiner Organe können nur binnen einer Frist von einem Monat ab Beschlussfassung gerichtlich geltend gemacht werden.

(2) Gleiches gilt fĂŒr die Geltendmachung von vereinsinternen RĂŒgen auf Unwirksamkeit von VereinsbeschlĂŒssen. Die RĂŒge ist gegenĂŒber dem Vorstand gem. § 26 BGBschriftlich unter Angabe von GrĂŒnden zu erheben.

(3) Jedes von einem Vereinsbeschluss betroffene Vereinsmitglied ist zur Anfechtungberechtigt.


§ 15 INKRAFTTRETEN

Diese Satzung wurde in der GrĂŒndungsversammlung am 25.06.2020 beschlossen und tritt mit Eintragung ins Vereinsregister in Kraft. (Beschlossen am 25.06.2020 und unterschrieben von 19 GrĂŒndungsmitgliedern.)